Rebsorten
Rubin

Diese frühreifende authochtone bulgarische Sorte ist Anfang der 50-er Jahre des vorigen Jahrhunderts durch eine Kreuzung der Rebsorten Nebbiolo und Syrah entstanden. Sie wurde von der staatlichen Zertifizierungskommission im Jahre 1961 genehmigt. Rubin ist mittelfrühreifende Sorte. In der Region um Plovdiv reifen di Trauben Mitte September. Die Traube ist mittelgroß, konisch, meistens geflügelt, mit einem oder zwei Flügeln, dicht. Die Taube ist klein, oval. Die Konsistenz ist saftig und der Geschmack - harmonisch. Die Schale ist dick, zäh, dunkelblau, mit reichlichem Wachsüberzug. Die Reben sind empfindlch gegen Winterfrost. Die Trauben sind anfällig gegen Oidium und Graufäule. Der Zuckergehalt liegt gewöhnlich bei 22-24%, kann aber Werte von 27-30% erreichen. Der titrierbare Säuregrad liegt bei 5,5-6 g/l. Die Rubin-Weine besitzen einen ausreichenden Extraktgehalt, haben eine kräftige Farbe und weisen einen harmonischen Geshmack auf. Gute Verschnittpatner sind die Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Mavrud u.a.. Sortentypische Aromen sind Kirsche, Brombeer, Mandel und Feige. Der rote Rubin-Wein zeichnet sich durch eine dunkle, intensive Farbe und einen hohen Säuregehalt aus. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Brestovitza, Brestnik, Damianitza. Lesetermin: erste Hälfte September.
Cabernet Franc

Cabernet Franc, der als ein Elternteil des wohl berühmteren Cabernet Sauvignon gilt, ist einer der Partner in den berühmtesten Cuvees der roten Bordeaux-Weine. Im Unterschied zu Cabernet Sauvignon ergibt der Cabnernet Franc hellere und im Tanningehalt leichtere Weine. Er reift auch ca. 10 Tage früher als Cabernet Sauvignon. In Bulgarien fühlt sich die Weinsorte in kühleren Lagen am Schwarzen Meer und auch am Fuße der Berge (z.B. Piringebirge, Rhodopen, Balkangebirge) wohl. In Bulgarien wird er nicht nur im Verschnitt mit Cabernet Sauvignon und Merlot (z.B.Maxxima Private Selection, Magura Kellerei), sondern auch als rebsortenreiner Wein (z.B. Sliven, Harsovo) gekeltert. Der Wein des Cabernet Franc ist mittelschwer und im Aroma mit ausgeprägten Kräuter- und Paprika-Nuancen versehen. Die Sorte bringt in einem Verschnitt mit Cabernet Sauvignon interessante Noten und feingliedrige Struktur. Der Cabernet Franc-Anteil in Cuvees ist in Bulgarien sehr oft höher als in Frankreich. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Harsovo, Vidin, Sliven, Burgas, Ivajlovgrad. Lesetermin: Erste Hälfte September
Welschriesling

Die Rebsorte ist im Süden und Osten Europas verbreitet. Außer in Bulgaien ist sie in Österreich, Rumänien und Ungarn zu finden. In Italien ist sie unter dem Namen Riesling Italico bekannt. Gedeiht vor allem in trockenem Klima und auf wärmeren Böden. Welschriesling reift sehr spät und bringt in kühlerem Klima sehr säurebetonte Weine hervor. Trotz der Namens-Ähnlichkeit ist sie nicht direkt mit dem Riesling verwandt (welsch bedeutet fremd oder ausländisch). Eine andere Deutung des Namens wird mit dem Gebiet Walachei in Verbindung gesetzt. Bekannteste Synonyme sind Wälschriesling, Riesling, Riesler, Laski Rizling, Olasz Riesling, Taljanska grasevina, Biela sladka, Riesling Italico, Riesling Italien, Italiansky Rizling, Grasica, Risling Vlashskii und andere. In Bulgarien wurde die Sorte zuerst in Euxinograd angesiedelt und hat sich im Nordost-Bulgarien verbreitet. Die Traube ist mittelgroß bis klein, zylindrisch oder zylindrisch-konisch, manchmal mit Flügeln, halbdicht bis dicht. Die Beere ist klein, kugelförmig, mit einem deutlich ausgeprägten braunen Nabel an der Spitze. Die reifen Beeren haben eine grün-gelbe Farbe, die Schale ist mit Wachsüberzug versehen. Die Blätter sind deutlich fünflappig und sehr dünn. Die Trauben sind walzenförmig, geteilt und dichtbeerig. Die Beeren verfügen über einen fruchtigen, süß- säuerlichen Geschmack. Die Rebsorte Welschriesling reift mittelfrüh, bis Ende September. Welschriesling ergibt vorzügliche Qualitätsweißweine. Der Zuckergehalt der Trauben erreicht etwa 18,5-20% bei einem hohen Säuregehat von 7,20-8,0 g/l. Die guten Welschriesling-Weißweine habe eine helsrgelbe Farbe, ein fruchtiges Bouquet und eine harmonischen Geschmack. Beste Anbaugebiete: Euxograd, Varna, Burgas, Sliven, Sungurlare. Lesezeit: Mitte bis Ende September.
Ugni Blanc

Die weiße Rebsorte Ugni Blanc ist sehr alte Sorte, die genaue Herkunft ist unklar. Schon Plinius der Ältere (23-79) sprach von einem ?Vinum trebulanum? aus einem Ort namens Trebulanis in Kampanien. In Italien ist die Sorte als Trebbiano, in Frankreich - Saint Emilion und Ugni Blanc, in Bulgarien auch als weißer Juni bekannt. Weltweit belegt die Rebsorte ca. 130.000 Hektar Rebfläche. Nach Bulgarien ist die Sorte über die Provence gelangt. Mit knapp über 1% der gesamten Rebfläche in Bulgarien wird die Rebe vorwiegend in der Region von Burgas angebaut. Die Traube ist mitelgroß bis groß, mit Fügeln, wobei der eine Flügel stärker entwickelt ist. Die Beere ist eher klein, fast rund, saftig, süß, mit einer angenehmen Säure. Die Schale ist mitteldick, zäh, gelbgrün. Die gut gereiften Beeren weisen eine hellrosa bis hellbraune Nuance auf. Ugni Blanc ist eine spätreife Rebsorte. Die in Bulgarien angebauten Trauben enthalten 18-21 % Zucker bei einem für bulgarische Klima-Verhältnisse ziemlich hohen Säuregehalt von 7,0-9,5 g/l. In Frakreich wird von der Sorte der berühmte Cognak, in den südlichen Scwarzmeerregion (Burgas, Pomorie) - trockene Weißweine sowie die Grundweine für den Qualitäts-weinbrand "Aheloj" hergestellt. Beste Anbugebiete in Bulgarien: Schwarzmeerküste, Burgas, Pomorie. Lesezeit: Ende September, Anfang Oktober
Tamjanka
Die Rebsorte Tamjanka gehört zu der östlichen (orientalischen ökologisch-geographischen Gruppe und ist im Nahen Osten verbreitet. Synonime sind: Muskat belij, Muscat de Frontgnan, Muscato Bianco, Ismir Misket, Temenuga u.a.. Die Sorte Tamjanka ist in Bulgarien seit Jahrzehnten bekannt, wird allerdings nur auf begrenzten Flächen angebaut (unter 1% der Rebfläche des Landes). Besonder verbreitet ist die Sorte in den alten privaten Weingärten. Die Traube ist mittelgroß, zylindrisch bis zylindrisch-konisch, halbdicht bis dicht. De Beere ist mittelgroß bis klein, kugelförmig, saftig, süß, mit einem angenehmen starken Muskat-Geschmack. Die Schale ist dick, rost- oder gelbfarbig, mit winzigen schwarzen Pünktchen. Die Herbstärbung des Weinlaubes ist gelb. Die Rebsorte ist eine mittelfrühreifende Sorte. In der Region von Plovdiv reifen die Trauben Mitte Setember in der Umgebung von Sandanski - in der zweiten Hälfte von August. Die Trauben der Tamjanka-Rebe bilden einen ausreichenden Zuckergehalt von 20 bis 26% bei einem guten Säuregehalt. In Bulgarien erzeugt man von der Tamjanka-Trauben hervorragende Dessert-Weine mit golggelber Farbe, zärtlichem Muskat-Aroma und hamonischem Geschmack. In neuester Zeit werden verstärkt trockene Qualitätsweißweine aus wervollen Tamjanka-Trauben gekeltert. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: In der Donauebene von Vratza bis Shumen, imSüden des Lndes - in der Nähe von Sliven, Nova Zagora, Burgas bis ins Strumatal. Lesetermin: Ende August bis Mitte Setember.
Traminer

Die Rebsorte Traminer hat einen österreichischen Urpsrung, sie verdankt ihren Namen dem Weinort Tramin in Südtirol. Die Traminer-Traube ist sehr klein, dickschalig und sehr aromatisch. Aus der Sorte werden in Bulgarien trockene, aromareiche Weine mit einem harmonischen,frischen Geschmack nach Gewürzen und Blumen (sehr oft Rosen) gekeltert. Synonyme: Tramini rouge, Traminaz zarveni, Tramin, Gewürztraminer, Clevner, Klävner, Fleischrot, Kleiner Traminer, Kleinwiener, Kleinbraun, Roter Nürnberger, Savagnin Rose, Fromenteau rouge, Gentil Rose Aromatique, Termeno Aromatico, Drumin u.v.a. Diese Rebsorte ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, Kalifornien, Kanada, Südafrika und Kroatien zu finden, aber auch in Bulgarien zu finden. Die Triebspitze ist stark weiß-rot filzig behaart. Die Blätter sind oft klein, aber oft breiter als lang, fünflappig, sehr kräftig. Die Trauben sind eher klein und dichtbeerig gedrungen, die Beeren sind rund bis länglich, meist deformiert, und ihre Farbe ist grau bis braunrot. Sie verfügen über eine außergewöhnlich dicke Schale, mit kräftigem Wachsüberzug. Die Beere ist saftig, süß, mit einem angenehmen Geshmack. Die Reben sind frostbeständig, aber epfindlich gegen Trockenheit. Für diese Sorte ist sandiger Lehm mit ausreichenden Waserreserven zu empfehlen. Die Trauben bilden einen ausreichenen Zuckergehalt von über 20% bei einem Säuregehalt von ca. 8 g/l. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Shumen, Targovischte, Khan Krum, Preslav, Slaviantzi, Nova Zagora. Lestermin: Anfang September
Syrah / Shiraz

Nach einer Legende stammt diese rote Rebsorte aus der uralten Stadt Shiraz (Schiras) im heutigen Iran (Persien). Dort gibt es noch heute eine weiße Europäer-Rebe namens Shirazi. Von dort wurde sie angeblich von französischen Kreuzrittern nach Frankreich gebracht. Synonyme sind u.a. Anther Muskatnyi, Balsamina, Biaune, Bragiola, Candive, Damaszener Blau, Di Santi, Entournerein, Ermitage, Hignin Noir, Marsanne Noir, Neretto di Saluzzo, Petite Syrah, Serine Noir, Serene, Servan tschernij, Sirac u.a.. Diese Rebsorte ist in Frankreich zu finden, aber auch in Australien, Südafrika, Kalifornien sowie Südeuropa - Italien, Giechenland und Bulgarien. In Bulgarien war sie in der Zeit des Sozialismus fast auschließlich von den wisenschaftlichen Einrichtungen (Plovdiv, Pleven)angebaut, nach 1990 weckte die Rebsorte das Interesse der bulgarischen Weinbauern. Die in Bulgarien selektierte Rebsorte Rubin (Kreuzung Nebbiolo x Syrah) weist offensichtlich einige der Eigenschaften der Sorte Syrah auf. Die Triebspitzen sind stark weißwollig und ihr Saum hat eine rote Farbe. Das Blatt ist mittelgroß, rundlich, mit 3 bis 5 Lappen. Die Stielbuchten sind lyraförmig. Die Blattadern sind an de Basis violettrot. Die Herbstfärbung des Weinlaubes ist zyanrot, mit Flecken. Die Trauben sind klein bis mittelgroß und zylindrisch-konisch. Die Beeren sind mittelgroß bis klein, oval, elliptisch. Die Farbe der Beeren ist blauschwarz und sie haben ein sehr weiches Fruchtfleisch. Syrah ist eine frühreif Rebsorte, die Trauben reifen bereits ab Mitte August und bilden einen hohen Zuckergehalt (21-24%) bei gut erhaltener Säure. Die kleinen Trauben und Beeren ergeben einen hohen Gehalt an Fabstoffen und Extrakten im Wein. Die Weine sind dunkelblau, sehr duftig, mit einem komplexen Geschmack. In Bulgarien wurden in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts einige hervorragende Syrah-Roseweine gekeltert. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Parwomaj, Sliven, Elenovo, Nova Zagora, Liubimetz. Lesezeit: Mitte August bis Anfang September.
Sauvignon Blanc

Der weiße Sauvignon ist eine anspruchsvolle Sorte, die dickschaligen Beeren haben einen für sie charakteristischen blumig-grasigem Duft. Wird der Sauvignon Blanc nicht vollreif, hat er oft einen aufdringlichen Muskat-Ton. Ein typisches Merkmal ist das überaus kräftige, unverkennbare Aroma nach Gras mit grünen Fürchten und Kräutern. Meist wird er als junger, frischer Wein getrunken und seltener im Eichenfass gereift. Auch im Verschnitt mit Chardonnay ergibt er in Bulgarien vorzügliche Weine. In Frankreich wurde die Sorte im Jahre 1710 erstmals urkundlich erwähnt. Synonyme: Sauvignon bieli, Blanc Fume, Fecher Sauvignon, Feigentraube, Sauvignon bianco und andere. Die Traube ist klein, bei einigen Klonen bis mittelgroß, zylindrisch und dicht. Die Beere ist klein, mit feinem Geschmack, rundlich und oft durch die Dichte der Traube deformiert. Die Schale ist dick, gelbgrün, und hat einen reichlichen Wachsüberzug. Die Sorte bildet sehr schnell Zucker (20-22%) bei relativ hohem Säuregehalt(7,5-8,9 g/l) Sauvignon Blanc reift früh bis mittelfrüh. In den regionen um Pleven (Norden Bulgariens) und Plovdiv (Süden Bulgariens) reifen die Trauben Anfang September. Geeignet für diese Sorte sind die leichten Tonsandböden, sowie die grauen Waldböden. Beste Anbaugebiete Bulgarien: Shumen,Pleven, Preslav, Varna, Sliven, Plovdiv, Burgas. Lesetermin: Anfang bis Mitte Steptember
Merlot

Schmeckt weich, ein wenig nach Pflaumen, bei Überreife erinnert er an Bitterschokolade. Der rote Merlot wird oft im Verschnitt mit dem Cabernet Sauvignon ausgebaut. Der Merlot ist weniger tanninreich als Cabernet Sauvignon, reift auch schneller in der Flasche und sind bereits als junge Weie harmonisch. In Bulgarien wird die Traube auch reinsortig gekeltert. Der Name der Rebsorte Merlot wurde abgeleitet vom französischen Wort "Merle", was übersetzt soviel wie Amsel bedeutet, da die kleinen Beeren dieser Traubensorte für die Amseln einen ausgesprochenen Leckerbissen darstellen. Das Hauptanbaugebiet des Merlot ist Frankreich. Diese Sorte ist aber auch in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Slowenien verbreitet. In Bulgarien wird die Sorte vor allem in Südbulgarien, in frostgeschützten Lagen und auf den zimtfarbenen und braunen Waldböden angebaut. Das Blatt ist mittelgroß bis groß, fünflappig, unten borstig. Die jungen Blätter haben einen weißflaumigen Überzug. Die Trauben sind mittelgroß, konisch, teilweise geschultert und sie sind lockerbeerig. Die Beere ist klein, fast kugelförmig, saftig, süß. Die Haut ist mitteldick, zäh, blauschwarz. Die Trauben erreichen ihre technologische Reife bis Mitte September, 10-15 Tage früher als Cabernet Sauvignon. Sie bilden einen hohen Zuckergehalt von 22-25%, der titrierbare Säuregehalt weist aber mit ca. 6 g/l niedrigere Werte. In Bulgarien sind mehrere Klone des Merlot zugelassen - bulgaische, französishe und italenische Klone. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Ivaylovgrad, Harmanli, Haskovo, Ljubimetz, Stambolovo, Sliven, Jambol, Burgas. Lesetermin: Anfang bis Mitte September
Riesling

Die weiße Rebsorte zählt wegen der Langlebigkeit ihrer Weine und ihrer Fähigkeit, das Terroir einer Weinberglage zum Ausdruck zu bringen, unbestritten zu den allerbesten der Welt. Man kann sie auf Grund der Langlebigkeit und Finesse der daraus gekelterten Weine durchaus als "eißen Cabernet Sauvignon" bezeichnen. Beste Ergebnisse ezielt er in den Tälern von Rhein und Mosel. Die Traube ist klein und zylindrisch, mit einem Flügel, sehr dicht. Die Beere ist sehr klein, rund und durch die Dichte der Traube deformiert. Die Schale ist grün bis goldgelb, mit kleinen schwarzen Pünktchen und Wachsüberzug versehen. Der Riesling ist in Bulgarien auf sandigem Lehm an luftigen Hügeln am besten untergebracht. In der ostbulgarischen Weinbauregion um Varna und Razgrad enthalten die Trauben 18-19% Zucker und 7,5 bis 8,4 g/l Säure. Die zahlreichen Synonyme in vielen Sprachen beweisen die weltweite Verbreitung. Das sind zum Beispiel: Beyaz Riesling, Biela Grasevina, Riesling renano blanco, Donauriesling, Riesling blanc, Edelriesling, Edle Gewürztraube, Gentil Aromatique, Gewürzriesling, Gewürztraube, Gräfenberger, Grasevina Rajnska, Hochheimer, Johannisberger, Johannisberg Riesling, Kastellberger, Klingelberger, Lipka, Moselriesling, Niederländer und andere. Die Verbreitung des Rheinriesling in Europa reicht über Tschechien, die Slovakei bis nach Italien und Kroatien. In Ungarn und Bulgarien wird er wegen des warmen Klimas in sehr viel kleinerem Umfang kultiviert. In Bulgarien gedeiht der Riesling in kühlen Lagen am Schwarzen Meer oder an unteren Berghängen am besten. Vorherrschend ist allerdings der Welschriesling. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Varna, Razgrad, Novi Pazar, Sliven, Sungurlare. Lesetermin: Mitte September
Pinot Noir

Der Pinot Noir wird in Bulgarien begrenzt und in den kühleren Regionen des Landes angebaut. Die Sorte ist sowohl gegenüber niedrigen Temperaturen als auch gegenüber Graufäulnis verhältnismäßig gut resistent. Die Weintraube ist klein, rund und zylinder- bis kugelförmig. Die Weinbeere ist sehr klein, rund und oft deformiert wegen der Dichte der Weintraube. Die Beere ist wohlschmeckend und saftig. Die Haut ist mittelmäßig dick, zäh, blau-schwarz, bestäubt mit Wachsbelag. Die Trauben des Pinot Noir bilden einen Zuckergehalt von 21 bis zu 27%, bei einem ausreichenden Säuregehalt - 6,3 bis 10,0 g/l. Diese rote Rebsorte zählt zu den allerbesten der Welt. Der Name Pinot wurde vom französischen Wort für Fichtenzapfen (pin) abgeleitet, weil die Traubenform diesem sehr ähnlich ist. Die Sorte kennt verschiedene Spielarten bzw. Mutationen. Synonyme sind u.a. Blauburgunder, Blauer Burgunder, Blauer Spätburgunder, Clevner. Pinot Noir zeichnet sich durch sehr gute Fruchtbarkeit aus. Zu der Familie der Pinot-Reben gehören die Sorten Pinot Blanc und Pinot Gris. Die Qualität der daraus hergestellten Weine hängt stark vom Terroir und den Klimabedingungen ab. Die Sorte stellt sowohl an die Weinbergslage als auch an die Kellertechnik hohe Ansprüche. Bei Lagerung in Eichenfässern entwickeln die Pinot-Weine vielschichtige, komplexe Aromen. Spezifisch für diese Sorte ist, dass sie sich nur selten mit anderen Rebsorten verschneiden lässt. Die Jungweine dieser Sorte haben eine gesättige Rubinfarbe, filigrane Feinheit, komplexes Aroma mit typischen Noten nach Kirsche, Maulbeere und Himbeere, manchmal Rauch. Der Pinot Noir wird in Bulgarien trocken gekeltert und hat mehr an Farbintensität und Kraft als der feingliedrige Spätburgunder Deutschlands zu bieten. Pinot Noir ist eine frühreifende Sorte. In der Region von Plovdiv reifen die Trauben bereits Ende August, in den kühleren Gebieten Nordost-Bulgariens - bis Mitte September. Beste Anbaugebiete: Parvomaj, Sliven, Slaviantzi, Svischtov, Lovetch, Lubimetz. Lesetermin: Anfang bis Mitte September
Pamid

Pamid ist die meistverbreitete rote Rebsorte in Bulgarien, deren Fläche allerdings in den letzten Jahren abnimmt. Sie wird kaum für Exportweine verwendet und wird meist als leichter Erfrischungswein, oft mit einer gewissen Süße (auch gekühlt getrunken), verwendet. Die Traube ist mittelgroß, zylindrisch-konisch, halbdicht bis locker, die Beeren sind klein, saftig und süß, sie lösen sich leicht von der Traube. Die Schale ist dünn und zart, rot bis rosa. Die Resorte Pamid ist mittelfrühreifend. In den Gebieten um Plovdiv und Pazardjik erreichen die Trauben ihre technologische Reife Mitte September. Verbreitet ist sie vor allem im Südosten und Nordwesten Bulgariens. Synonyme sind Pamit, Pamites, Saratchoubouk, Filibelik u.a.. Weitere große Bestände gibt es in Ungarn und in Rumänien. Pamid erbringt einfache, früh zu trinkende Alltags-Rotweine mit hellroter Farbe und wenig Tanninen, die sofort nach Klärung trinkfertig sind. Die Weine reifen kaum mit der Zeit, sie wollen jung getrunken sein. Die Trauben zeichnen sich durch einen ausreichenden Zuckergehalt (20-24%) bei einem allerdings niedrigen Säuregehalt (4,4-5,5 g/l) aus. Cuvees von Pamid mit den Mavrud-oder Cabernet Sauvignon-Trauben stellen edlere Weine dar. Für die Verbesserung der Farbintensität der Pamid-Weine wird in Bulgarien die Sorte Alicante Bouschet genutzt. Durch die Kreuzung von Pamid und Mavrud wurde 1951 die Sorte "Trakijska Slava" selektiert. Beste Anbaugeiete: Pazardjik, Pamidovo, Plovdiv, Stara Zagora, Burgas, Pleven, Vidin. Lesetermin: Erste Hälfte September
Muskat Ottonel

Die weiße Rebsorte gehört zu der großen Familie der Muskateller und ist nach dem französischen Ampelographen Pierre Galet (geb. 1921) eine an der Loire in Frankreich im Jahre 1852 erfolgte Kreuzung zwischen Chasselas (Gutedel) x Muscat de Saumur. Muskat Ottonel reift früher als andere Muskateller-Sorten. Die Trauben bilden einen ausreichenden Zuckergehalt (19-24%) bei relativ niedrigen Säure (5,1-6,0 g/l). Die Rebe wird als Kelter- und Tafeltraube verwendet. Die Traube ist klein und locker, die Beeren sind klein, kugelförmig, grüngelb, süß mit einem angenehmen, starken Muskataroma. In Bulgarien wird Muskat Ottonel auch gern für die Produktion lieblicher und edelsüßer Weine (Dessert-Weine) verwendet. In letzter Zeit setzt sich auch verstärkt der trockene Ausbau der Sorte (z.B. in der Region Sliven) durch. Muskat Ottonel wird in Bulgarien wegen seiner Eigenwilligkeit und dem starken Muskat-Aroma relativ selten im Verschnitt mit anderen Rebsorten gekeltert. Verschnitte des Muskat Ottnel mit Ugni Blanc, Riesling oder Dimiat haben eine leichtere Ausprägung des Muskat-Aromas des Weins, besondes bei trockenen Weinen, zum Ziel. Die Sorte ist schwachwüchsig und gedeiht am besten auf tiefgründigen und feuchten Böden. Beste Anbaugebiete: Sliven, Varna, Sungurlare, Vidin, Sakar. Lesetermin: Anfang bis Mitte September
Melnik

Melnik ist eine bulgarische Traubensorte, die sehr kräftige, tanninreiche und entwicklungsfähige Weine ergibt. Die Aromen sind vielfältig: Kirsche, Tabak, Leder. Der Wein hat ein einmaliges Säurespiel. Der Ausbau in Eichenfässern und mehrere Jahre Flaschenreife verleihen dem Wein Wärme und Harmonie. Vermutlich der langlebigste bulgarische Wein. Die autochthone, rote Rebsorte wird schon seit Jahrhunderten ausschließlich in dem Gebiet um die bulgarische Stadt Melnik im gleichnamigen Bereich am Südrand des Pirin-Gebirges, im Strumatal, an der Grenze zu Griechenland, kultiviert. Der Name bedeutet ?breitblättrige Melniker Rebe?. Synonyme sind Schiroka Melnischka, Melnik, Schiroka Melnischka Losa. Die Sorte besitzt sehr kleine ovale Beeren mit dicker und dunkelblauer Schale. Die schattenspendenden Blätter sind besonders groß. Sie erbringt intensive und tanninreiche Rotweine. Sie zählen neben jenen aus dem Mavrud zu den langlebigsten und besten Bulgariens. Nach landläufiger Meinung attestiert man dem alkoholstarken Wein eine so starke Konsistenz, "dass man ihn in einem Taschentuch nach Hause tragen könne". Die Sorte ist spätreifend, sie erreicht ihre optimale technologische Reife in der zweiten, dritten Oktoberwoche. Die wertvollste Eigenschaften entfalten die Melnik-Reben in der Region von Melnik, auf arme Sand-und Waldböden mit leichterer Zusammensetzung. Beste Anbaugebiete: Melnik, Sandanski, Harsovo, Marikostiovo, Vinogradi, Petrich. Lesetermin: Mitte Oktober
Mavrud

Alte heimische Rebsorte Bulgariens. Von Alters her als der beste bulgarische Wein geschätzt. Dunkler Rotwein mit Aromen von Pflaume, Kirsche und schwarzen Beeren. Die Rebsorte erbringt intensiven, tanninherben Wein. Die Beeren sind dickschalig und klein mit frischem und saftigem Fruchtfleisch und ausreichend Säure. Die Form der Traube (s.Bild) ist breit mit Seitenflügeln. Die Erträge können durch Rückschnitt relativ gering gehalten werden. In Bulgarien sind hauptsächlich zwei Klone der Mavrud-Rebe im Anbau. Es wird derzeit auch an der Wiederherstellung alter Klone aus der Ära vor der Reblaus gearbeitet. Eine durchaus sinnvolle gesellschaftlich-kulturelle Zielsetzung, wenn man bedenkt, dass die Thraker die Mavrud-Rebe vermutlich bereits vor 5000 Jahren angebaut haben. Beste Qualitäten werden nach 2-3 jähriger Reife der Weine im Fass erzielt. Die Rebsorte wird vorwiegend rebsortenrein ausgebaut. Interessante Cuvees sind durch den Verschnitt der Mavrud-Trauben mit denen des Cabernet Sauvignons oder des Merlots entstanden. In jüngster Zeit haben sehr interessante Cuvee-Weine aus den Sorten Mavrud und Rubin die Fachwelt in Bulgarien in Erstaunen versetzt (z.B. aus der Kellerei Brestovitza). Die Sorte ist spätreifend. Für sie sind tiefe und arme Diluvialböden mit mittelschwerer Sand-Lehmzusammensetzung (30-40% Lehm, 40% Gestein, 2-3% Humus) günstig. Beste Anbaugebiete: Assenovgrad, Parvomaj, Brestovitza, Plovdiv, Zlatovrach, Peruschititza. Lesetermin: Anfang Oktober
Gamza

Eine alte heimische spätreifende Sorte, die zu 90% in Nordbulgarien vorkommt, gute Qualitäten hervorbringt - süffiger Wein mit harmonischer Zusammensetzung - die bei 1-2 jähriger Alterung noch genüsslicher werden. Durch die zarte Traubenschale bedingt, sind die Gamza-Weine sehr leichte, tanninarme, aber feingliedrige Rotweine mit interessanten Aromen von Kakao, Lakritze, Harz oder Zimt. Die Gamza-Traube ist mittelgroß und dicht. Die Beere ist klein, fast kugelförmig und oft wegen der Traubendichte deformiert. Die Schale ist blauschwarz, mit reichlichem Wachsüberzug, aber sehr dünn und zart. Der Wein reift ziemlich schnell in der Flasche und müsste je nach Bodenart, Lesetermin und Fassreife innerhalb von 5 bis 6 Jahren ausgetrunken sein. Besonders langlebige Beispiele sind jedoch für die einheimischen Weinbauern keine Seltenheit. Die Reduzierung der Erträge bei dieser Rebe tut dem Wein gut. Die Gamza-Trauben erreichen ihre technologische Reife Ende September, Anfang Oktober. Die besten Böden sind lehmhaltige Waldböden. Synonym der Rebsorte in Ungarn ist Kadarka ( hat mit dem lieblich-süßen Markenwein "Rosenthaler Kadarka" in Bulgarien nichts zu tun). Andere Synonyme in Nordbulgarien sind Mekisch, Tscherna gidja, Vratschansko tscherno. Beste Anbaugebiete für die Gamza-Rebe in Bulgarien: Vidin, Magura, Suhindol, Novo Selo, Vratza, Pavlikeni. Lesetermin: Ende September, Anfang Oktober
Dimiat

Die meistangebaute einheimische Weißweinsorte Bulgariens. Am meisten wird sie in Ostbulgarien angebaut, wo sie frische, duftige Weißweine in recht zuverlässiger Qualität hervorbringt. Die Traube ist mittelgroß, konisch, geflügelt, halbdicht bis locker, oft mit ungleich großen Beeren. Die Rebe gedeiht am besten in humus-karbonathaltigen Böden, in leichten Zimtböden und alluvialem Lehm. Südliche Lagen sind von Vorteil. Die Dimiat-Traube behält in der Nähe der Schwarzmeerküste eine für bulgarische Verhältnisse recht hohe Säure - 7 bis 9 g/l Gesamtsäure, bei 17-19% Zuckergehalt. Dimiat ist eine spätreifende Sorte. Typisch für die Weine ist der walnussartige Nachhall im Geschmack. Die Reben tragen große Mengen an kupferfarbenen Trauben, deren Wein jung und kühl getrunken sein will. Dimiat-Weine werden selten im Fass ausgebaut, gelegentliche Verschnittpartner sind Chardonnay und Riesling. Eine Einschränkung der Hektar-Erträge würde bei dieser Weinsorte sehr interessante Weine zur Folge haben. Die Dimiat-Traube liefert die Grundweine für die besten bulgarischen Weinbrände "Pliska", "Pomorie", "Preslav" und "Acheloj" Beste Anbaugebiete: Varna, Razgrad, Preslav, Burgas, Pomorie, Sliven. Lesetermin: Ende September bis Anfang Oktober
Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon ist die berühmteste aller Traubensorten für feinen, langlebigen Rotwein, verbreitet in aller Welt. Die Sorte nimmt über 10% der Weltrebfläche ein. In der Jugend schmeckt der Wein gerbstoffbetont, riecht kräftig nach frisch geschlagenem Holz. Im Alter hat er eine Aromen-Vielfalt von schwarzen Beeren. Die Trauben sind klein bis mittelgroß und sie sind geschultert. Die Beeren sind sehr klein, rund und schwarz. Sie verfügen über einen Wachsbelag und haben eine dicke, harte Beerenschale. Der Wein ist ein körperreicher, feiner Wein. Sein eindeutiger Fruchtgeschmack nach schwarzen Johannisbeeren und sein Aroma, das an grünen Paprika erinnert, sind jedoch klar von den Besonderheiten des jeweiligen Jahrgangs geprägt. Der Zuckergehalt der Trauben variiert zw. 21 und 24%, bei sehr gutem Säuregehalt - 6 bis 9 g/l. Terroir und Technologie bringen seine Struktur eindeutig zum Ausdruck. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale der Sorte sind die große Konzentration an Tanninen, Pigmenten und Geschmacksstoffen, bedingt durch die geringe Größe der Beere, das hohe Verhältnis von Kernen zu Fruchtfleisch sowie die dicke Schale. In Bulgarien wird er im Unterschied zu Frankreich sehr oft rebsortenrein ausgebaut. Die in Bulgarien selektierten Klone 12 und 14 zeichnen sich durch höhere Fruchtbarkeit und größeren Trauben aus. Fassausbau lohnt bei der Sorte besonders. Beste Anbaugebiete: Brestovitza, Ivaylovgrad, Stara Zagora, Sliven, Korten, Suhindol und Svischtov. Lesetermin: Zweite Hälfte September
Aligote

Der Ursprung der Rebsorte liegt höchstwahrscheinlich in Burgund, wo sie bereits am Anfang des 18. Jahrhundert erwähnt wird. Die wuchskräftige Rebe liefert je nach Lage sehr unterschiedliche Erträge. Der typischer Aligote ist ein strenger, kantiger oft aromaneutraler Wein, was durch die charakteristische scharfe Säure bedingt ist. In guten Jahren, bei bestem Reifegrad und rigorosem Rückschnitt erbringt Aligote durchaus feine trockene Weine mit kräftiger Art. Die Traube ist klein bis mittelgroß, fast zylindrisch, dicht, mit einem Flügel. In Bulgarien wird die Sorte sehr oft als Cuvee-Wein im Verschnitt mit Chardonnay, Sauvignon Blanc oder Misket ausgebaut, in dem er in der Vermählung eine besonders wertvolle kräftige natürliche Säure mitbringt. Die besten technologischen Eigenschaften ergeben die Aligote-Trauben bei früherer Lese in Nordostbulgarien (18-21% Zuckergehalt, 7 g/l Säuregehalt). In Bulgarien verfügte die Sorte im Jahre 1981 über 2,5% der Gesamtrebfläche (ca. 2000 ha) und damit mehr als in der französischen Heimat. Danach schrumpfte die Rebfäche kontinuierlich. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Varna, Novi Pazar, Razgrad, Preslav. Lesetermin: Erste Hälfte September
Roter Misket

Die weiße Rebsorte stammt aus Bulgarien, wo sie heute vor allem in der Unterbalkan-Region (Karlovo, Sungurlare) angebaut wird. Synonyme sind Karlovski Misket, Misket Tcherven, Roter Misket und Sinja Temenuga. Der Rote Misket ist eine uralte authochtone bulgarische Sore. Die rosa- beerige Sorte ist äußerst widerstandsfähig gegen Frost. Sie erbringt Weißweine mit traubigem Aroma und wird auch als Tafeltraube verwendet. Sie war Kreuzungspartner bei den zwei Neuzüchtungen Misket Sungurlarski und Orfej. Der Rote Misket hat eine kleine Beere, fast kugelförmig und durch die Dichte der Traube oft deformiert. Die Schale ist mitteldick, zäh, rosarot, mit Wachsüberzug und mit kleinen dunklen Pünktchen. Der Rote Misket ist eine spätreife Rebsorte. Die Trauben reifen Ende September - Anfang Oktober. Mit einem mäßigen Zuckergehalt von 18-19% und relativ niedrigem Säuregehalt (5,4-6,1 g/l) wird die Sorte oft den Rkaziteli, Dimiat oder Welschrieslng verschniten. In der Unterbalkan-Region ist der Fasseausbau vom Roten Misket keine Seltenheit. Verwandt mit dem Roten Misket ist die weiße Rebsorte Misket Sungurlarski als eine Neuzüchtung zwischen Roter Misket (Misket Cherven) x Sauvignon Blanc. Die Kreuzung erfolgte in Bulgarien. Der Misket Varna (Kreuzung zwischen Dimiat und Rhein-Riesling) ist eine weiße Keltertraube, die mit dem Roten Misket nicht verwandt ist. Die Kreuzung erfolgte 1971 in Bulgarien durch den Züchter K. Stoev. Weitere Sorten, die den Namen Misket tragen, wie Misket Plevenski (rote Rebsorte, eine bulgarische Neuzüchtung zwischen Muscat d´Hamburg x Perle von Csaba.), Misket Dunavski (rote Rebsorte, eine bulgarische Neuzüchtung zwischen Ceaus (Chaouch Blanc) x Muscat d´Hamburg), Misket Kailaschki (weiße Rebsorte, eine interspezifische Neuzüchtung zwischen Muscat d´Hamburg x Villard Blanc, 1976 in Bulgarien gekreuzt), Misket Trakijski (weiße Rebsorte ist eine bulgarische Neuzüchtung zwischen Dimiat x Perle von Csaba) sind Tafeltrauben, die keine Verwandschaftsbeziehung mit dem Roten Misket haben. Vielfältig der Name Misket !!! Beste Anbaugebiete: Sungurlare, Karlovo, Bresovo, Varna, Euxinograd, Shumen. Lesetermin: Ende Septebe - Anfang Oktober.
Rkaziteli

Die weiße Rebsorte stammt wahrscheinlich aus dem Kaukasus, sie ist eine uralte georgische Weinsorte,denn in Georgien wurden 5.000 Jahre alte Tonkrüge mit Kernen dieser Rebe gefunden. In Bulgarien nahm die Sorte im Jahre 1996 ganze 22% der gesamten Rebfläche des Landes ein, seitdem allerdings stetig rückläufig.Die Traube ist mittelgroß, meistens mit einem Flügel, die Beere ist mittelgroß, elliptisch, mit einer dünnen aber zähen grüngelben Schale. Die gutgereiften Beeren weisen hellrosa Nuancen auf. Die zahlreichen Bezeichnungen benennen auch verschiedene Spielarten oder Mutationen. Synonyme sind Baiyu, Budashuri (Moldau), Dedali, Gruzinskii, Korolek, Kukoura (Georgien), Rkachiteli, Rkaciteli, Rkatiteli, Rkatsiteli Dedali, Rkatsiteli Mamali, Rkatzitelli, Rkaziteli, Topolek. In der ehemaligen UdSSR war sie früher die häufigste Rebsorte und in ihrer Glanzzeit die wahrscheinlich häufigste der Welt. Nach einem unter Gorbatschow beschlossenen Rebenrodungs-Programm Mitte der 1980er-Jahre verringerte sich die Rebfläche beträchtlich. Die in Bulgarien angebauten Trauben erreicen einen Zckergehalt von 18-22% und weisen einen hohen Säuregehalt (bis 7-8 g/l) auf. Rkaziteli wird oft zum Verschneiden mit säurearmen Sorten genutzt. Relativ spätreifende Sorte. Beste Anbaugebiete: Razgrad, Shumen, Varna, Novi Pazar. Lesetermin: Ende September bis Anfang Oktober.
Chardonnay

Diese Rebe ist weltweit beliebt und gilt als eine der vielseitigsten und besten der Welt. Typisch ist der Geschmack von Äpfeln und Pfirsichen, reifere Weine bringen Aromen nach Walnüssen und Tropenfrüchten. Der Chardonnay-Wein bringt besonders gut Terroir-Spezifiken zum Ausdruck. Die Geschmacksnuancen können sogar Himbeeren, Rosenblätter oder Tabak enthalten. In Bulgarien ist diese Sorte am meisten im Nordosten Bulgariens, besonders in der Schawarzmeerregion verbreitet, aber auch in wärmeren Regionen wie z.B Plovdiv ist die Sorte anzutreffen. Dort reifen die Trauben bereits Ende August. Für Chardonnay sindtiefgründige Böden mit ausreichenden Wasserreserven geeignet (Zimtfarbene Böden, graue Waldböden, karbonathaltige und Diluvial-Schwemmböden, aber auch sandiger Lehm.) Der Zuckergehalt der Trauben erreicht 20-24%, wobei ein hoher titrierbarer Säuregehalt von 7 bis 9 g/l erhalten bleibt. Die kleinen, dickschaligen Beeren mit viel Extrakt ergeben einen ziemlich trockenen aber vollmundigen Wein. In Bulgarien werden oft Chardonnay-Weine im Fass ausgebaut und weisen dann oft buttrig-würzige und an Vanille erinnernden Geschmacksnuancen auf. Mit Reduzierung des Ertrages könnten die bulgarischen Kellereien sehr ansehnliche Qualitäten liefern. Beste Anbaugebiete in Bulgarien: Sliven, Sungurlare, Shumen, Novi Pazar, Varna, Targovischte, Plovdiv, Tschirpan. Lesetermin: Ende August, Anfang September